Angst …. angst…

Und es kam natürlich auch der Tag wo ich richtig angst hatte, in dem KH wo ich operiert wurde, wurde ich neben dem krank , krank, erbrechen, kein Hunger, nichts trinken , ab udn zu mal nen Tee, der dann am abend oral den weg nach draussen suchte, das war glaub auch nur paar tage, aber diese Tage reichten aus um meinem Hirn zu sagen , “ Nun gehts „six feed under“..Nun musst du sterben…..

Im ersten Krankenhaus hatte die „Rat und Tat“ ( ehemals AIDS Hilfe Koblenz) mit mir Verbinung aufgenomen, um mich als „late Presenter“ zu unterstüzen, beistehen usw usw. Ja ich war dankbar das ich diesen Kontakt hatte,denn den brauchte ich noch und wie ich ihn brauchte:-) In der o.g. Krankensache ( Übelkeit usw) hatte ich meinen sogenanntes „Krankenhaus-Kollaps“, klar 2 Monate in einem Krankenzimmer, mit einer „tödlichen“ Krankheit, zwei schläuche aus der Burst baumeln, WOW ich werde sicherlich Mr.sexy 2016 … es kamen in der einsamkeit ( ich hatte 4 wochen lang ein einzelzimmer, „man wolle mein geschwächtes Immunsystem schützen“ hüstel… ) eben auch die Überlegungen, was kommt nach dem tod…und diese ganzen scherze^^

Aber ich muss sagen, selbst mein SPA hat nach mir geschaut, aus dem KH wo er arbeitete einfach mal so zu einem Patienten X in ein anderes KH zu gehen und mich aufzubauen, einen riesen Respekt. Auch S. von Rat und Tat Koblenz ( Der Name ist gekürzt, da ich nicht weis ob ich ihren Namen schreiben darf^^), kam vorbei und baute mich auf.

Mein Immunssystem war ja so gut wie ausgefallen, hatte ja nur ein paar Helferzellen und dann die große OP, da mussten ja schmerzen erscheinen, aber leider blieben sie aus, denn ich wurde täglich gefragt ob ich Schmerzen habe ( klar es zwickte etwas), aber schmerzen nein , daher „leider“ , der Ärzte wegen *lach*. Ich hatte vorher keine Therapie gemacht, es wurde sich primär erstmal um meine PCP gekümmert. 1 Woche, nach der OP begann ich dann die ART .

Nach der OP an der Lunge musste ich ganze 4 Wochen in dem Krankenhaus bleiben, danach wurde ich dann wieder zurück verlegt ins erste Krankenhaus. Dort wurde dann wieder neben der Lunge und Wundheilung auf meine Infektion behandelt, weitere Wochen Krankenhaus folgten dann.

Langsam aber sicher entschied sich mein Körper auch wieder an Gewicht zu zunehmen. Neben Allergischen Erscheinungen musste mein Körper auch noch lernen sich mal wieder etwas zu bewegen, die Wochen im Bett liegen haben meine Muskeln doch stark geschwächt, ich kam mir ja vor wie ein alter Greis. Bei meinen fast täglichen Spaziergängen mit meinem Freund, hatte ich meinen „neuen“ Freund auch dabei, meinen Gehstock. Eitel wie ich bin, habe ich mir im Internet einen faltbaren Stock gekauft, da ich ihn ja noch einige Zeit brauchen werde.

Statt meiner intravenösen Therapie gegen die PCP erhielt ich nun eine Inhalation, da ich eine Allergie gegen das Medikament entwickelte, stellenweise habe ich mich tief blutig gekratzt, so das ich heute ein paar Narben davon trage, am schlimmsten waren die Kratzer, an der Stirn, der Brust , und dem Oberschenkel. Aber diese vergingen auch , mein Körper oder besser gesagt mein Immunsystem muss von Grund auf alles neu lernen, so kann es passieren das ich allergien bekomme die ich früher nicht hatte, man kann sagen das mein Immunsystem im Neugeborenen Status ist und wieder zurück ins Erwachsenen Leben kommen muss, dafür unter anderem sind die Medikamente. Immerhin hab ich es nun auf ganze 42 Helferzellen geschafft ( hui hui hui).

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Ausschlag, abheilend, Ihr seht schon wie tief die Wunden sind, auf Brust und Stirn