Der Schockmoment…

Geplant war das ich 21 Tage lang eine Infusion erhalte,
zur Behandlung meiner PCP, (der Lungenentzündung),
nach knapp 10 Tagen, ich war gerade mit meinem Freund spazieren gewesen,
und hatte auch den gechmack der Zigaretten
wiedergefunden und logischweise beim gehen eien geraucht.
Als wir auf dem Weg ins Zimmer von einer Schwester angehalten wurden.

„Das sind Sie ja, sie müssen sofort auf die Intensivstation!“ANGST…..

Man teilte uns schnell auf dem Weg zur Intensivstation mit das mein
rechter Lungenflügel kollabiert sei und ich sofort eine Drainage in die Lunge brauche.
Ich hatte wahnsinnige Angst.
Um meinen Freund den Anblick zu ersparen,
wie mir bei vollem Bewusstsein – nur mit örtlicher Betäubung –
einen Schnitt in die Seite rein und dort mit einer Stange zwischen die Rippen
in den Brustkorb gestochen wird, um dann in das Loch die
Drainage zu setzen, schickte ich ihn nach Hause.
Es reicht ja das ich es durchmachte, da muss er das nicht noch sehen.

                       grafische Darstellung:

                     und so sah es dann in natura bei mir aus:

2016-07-04

Tja mit dieser Drainage lag ich zwei Wochen auf der Intensivstation, es waren Erfahrungen die ich neu für mich kennen lernen musste. Klar als Pfleger war ich es gewohnt Patienten den Toilettenstuhl oder die Ente zu reichen, damit sie sich erleichtern können, aber ich, ich selbst auf das Zeug gehen und danach klingeln? Ohje…

Aber es half ja nichts ich musste, und das in jeder Hinsicht 🙂 Leider konnte ich mich die 2 Wochen auf der Intensivstation so gut wie gar nicht bewegen, da die Drainage an einem Behälter und dieser mittels Verbindung an der Wand verbunden war damit der Luftdruck stimmte.

So in etwa sah mein „neuer Freund“ dann aus.

In den zwei Wochen hat man mehrfach versucht und abgewartet, ob mein Lungenflügel sich wieder erholt und selbstständig aufgeblasen bleibt, leider war dies nicht der Fall, da ich einen sogenannten Bullae hatte dieser wurde chirurgisch entfernt, so das mein Lungenflügel nun etwas kleiner ist, der vorteil beim rechten Lungenflügel ist aber das er aus drei Kammern besteht und das fehlende Stück durch die restlichen beiden Kammern ausgeglichen wird. Der Ablauf der OP bestand eigentlich aus dem entfernen des Bullae, in der Konsequenz wurden mir Lungenfell und Brustfell auf der rechten Seite entfernt, so das das Lungenflügel an meinem Brustkorb verwächst. Die gesamte OP wurde aber in einem anderen Krankenhaus vorgenommen, die auf Thorax und Lunge Speziallisten sind. In diesem Krankenhaus verbrachte ich dann ganze 5 Wochen, aber vorteil dort war, das ich auf normaler Station lag. Hier einige Bilder nach der OP und meinem ersten Spaziergang.

Was noch ein großer Vorteil war, ich hatte eine „mobile Pumpe“ an meinen Drainagen diesmal hatte ich zwei davon, waren aber erträglicher wie die erste, lag alleine daran das ich mich bewegen konnte und sogar musste.

Nun hieß es warten, warten und ja warten, warten drauf das der Lungenflügel sich nun wieder erholen wird und selbstständig ohne die Pumpe und Drainagen von alleine die arbeit übernimmt. Er tat es dann nach langen qualvollen 4 Wochen. In diesen 4 Wochen machte ich eigentlich den grössten und schlimmsten Teil, jedenfalls bis jetzt, meiner Infektion durch. Neben meinen Schmerzen kamen die ganzen Depressionen, Ängste und heul Attacken. Ja richtig ich habe geheult, mehr wie nur einmal, klar aus dem Grund weil ich heim wollte, andere Gründe war Angst und wut.